Kurzer Weg

Das Schöne ist, das das Haus nur ein paar Häuser weiter liegt. So kann man zu Fuß hin

Fußboden

Der Fußboden im Wohngebäuse hat drei Eigenschaften:

a) Häßlich

b) Schief und federnd.

c) billiges Laminat, schlecht verlegt.

Die Wände sind auch noch naß, aber das ist ein anderes Thema.

Nun befürchte ich, dass der Fußboden aus einer Balkenlage besteht, die völlig verrottet ist. Das würde erklären, warum der Fußboden durchfedert.

Also den Fußboden mal zum Teil entfernt:

Überraschung: Es ist Beton drunter. Das ist schon mal sehr positiv. Das an der Stelle Schimmel ist, ist kein Wunder: Das Holz wurde ohne Folie auf den Boden gelegt. Isolierung oder Trennfolie: Fehlanzeige.

Bleibt die Frage nach dem Aufbau des Fußbodens. Ist es nackter Beton, oder ist es schwimmender Estrich. Hatte leider keinen Bohrer da, wird natürlich nachgeholt.

Leider kenne ich das Alter des Betons nicht. Sonst könnte man schätzen, wo die Feuchtigkeit herkommt. Entweder aus dem noch nicht abgetrockneten Beton selber, oder von der feuchten Wand…

Anpinkeln

das erste was man bei einem neuen Haus macht, ist nicht etwas wirklich elementares. Es ist das sichten und Grundreinigen des Sichtbereiches. Es in irgendeiner Art so gestalten, dass es mit wenigen Schritten den ersten Fingerabdruck erhält. Ein Hund würde es einfach anpinkeln.

Dagmar hat schon mal etwas vorbereitet:

So sieht es dann nach dem ersten Tag aus:

Der Steinhaufen kommt auch noch weg.

 

Notar

Wir haben es getan. Verdammt noch mal. Entgegen aller Vernunft.

Ich weiß es doch auch nicht…

Hier die Vorderansicht:

Und die Rückansicht:

Ab jetzt beschlossen wir auch, darüber dieses Tagebuch zu führen. Zum einen, um Bilder einfach mit dem Handy hochladen zu können, und auf www.fingers-welt.de zu zeigen und darüber mit kompetenten Leuten zu fachsimpeln. Zum anderen, weil es genauso verrückt ist, wie der Kauf des Hofes selber.

Doch nicht weg

Ein paar Wochen kamen uns andere Freunde besuchen. Sie suchen ein Haus, und hätten sich gerade DAS Haus angesehen…

Der Käufer ist abgesprungen.

Wir haben uns zusammen mit unseren Freunden das Haus angesehen. Sie waren entsetzt über den Zustand. Wir hingegen begeistert. Es ist im besseren Zustand als unser Hof damals.

Wir haben den Verkäufer erneut angerufen.

Bei Freunden

Wir haben die Idee natürlich gleich wieder verworfen. Was für’n Blödsinn. Noch so ein Projekt. Tüddelkram.

Abend haben wir Freunde besucht. Im Laufe des Abends kam der Hof zur Sprache. Wir waren uns alle einig, dass es irgendwie seltsam wäre. Aber…

Es war ein großes Aber. Man kann ja mal beim Verkäufer anrufen. Nur so.

Am Tag drauf habe ich den Verkäufer angerufen. Der Hof war schon vergeben.

Nach dem Unimog haben wir nicht weiter gefragt. Wir waren zu traurig.

Unimog am Straßenrand

Als wir knapp unter 30 waren, haben wir unseren Traum verwirklicht: einen alten Resthof zu restaurieren und zu beziehen. Wir waren lange auf der Suche nach einem altem Hof oder Industrieruine.

Als wir nach einigen Jahren gefragt wurden, ob wir das noch mal machen würden, da gab es zwei Antworten. Die eine: wir haben es nie bereut.

Die andere: nochmal (also in der Zukunft) würden wir es nicht machen. Warum auch. Wir habe ja schon so was.

Damit wäre die Geschichte hier eigentlich zu Ende. Aber dann gäbe es auch diesen Blog nicht.

An einem Tage stand an der Straße ein Unimog. Zu verkaufen. Wir haben durch unsere Landwirtschaft häufig Bedarf für kleine Transporte. Kann man sich ja mal angucken.

Das Ding sah ganz nett aus. Er stand auf einer Weide, die zu einem Resthof gehört. Auch zu verkaufen. Zu einem günstigen Preis. Hm. Man könnte ja…

Zu Hause angekommen erzählt ich meiner Frau davon. Anstatt dass sie mir die Idee rechts und links um die Ohren haut, fragte sie nach Details.